Oktober, 2017

Apetito AG

Essen mit gutem Gefühl: GV-kompakt schaute bei Apetito hinter die Kulissen und erfuhr, wie das Angebot auf die jeweiligen Zielgruppen angepasst wird.
Fotos: Apetito

Apetito, mit Firmensitz im westfälischen Rheine, kann getrost stolz sein auf das, was hier seit der Firmengründung im Jahr 1958 erreicht wurde. Bis ins hohe Alter immer noch begleitet von Firmengründer Karl Düsterberg, der 2014 im Alter von 97 Jahren verstarb. Immer dem Standort Rheine treu bleibend, versteht man es auch heute hervorragend, seinen Kunden in ganz Deutschland und darüber hinaus, tiefgekühlte Speisenkomponenten und TK-Menüs zu offerieren. Neben den Niederlanden, Großbritannien, Kanada und Frankreich ist die Apetito Gruppe auch in Österreich und Spanien mit ihren Produkten vertreten. Schwerpunkt der Geschäfte in allen Ländern ist das Angebot von tiefgekühlten Gerichten für Senioreneinrichtungen und Essen auf Rädern. In Deutschland ist das Unternehmen zudem Marktführer im Bereich Kitas und Schulen.

Zugeschnitten auf die jeweilige Zielgruppe
Dass immer dem jeweiligen Landesgeschmack entsprechende Gerichte zum Einsatz kommen, versteht sich von selbst. Das gilt natürlich auch für den heimischen Markt, für den täglich 500.000 Menüs zubereitet werden. Diese sind ganz genau an den Bedürfnissen und Wünschen der jeweiligen Klientel ausgerichtet. Da gibt es kein Einheitsangebot für alle. Jede Kundengruppe bekommt ihr individuell und passend zugeschnittenes Speisensortiment. Das bezieht sich nicht nur auf eine unterschiedliche Speisekarte, auch Zubereitungsdauer und Würzung werden den jeweiligen Geschmacksvorlieben angepasst. So können sich Tag für Tag 1,3 Millionen Gäste auf ihre Mahlzeiten in Kindergarten, Schule, Seniorenheim, im Krankenhaus, in der Betriebsverpflegung oder zuhause über Essen auf Rädern freuen und genießen. Insgesamt 3.600 Artikel hat man bei Apetito im Sortiment. Für jeden Markt, in dem man tätig ist, gibt es 400 bis 450 verschiedene Speisenkomponenten im Programm. Dazu gehören natürlich die verschiedensten Diäten, ebenso wie zahlreiche Angebote, die Entwicklungen und Trends aufgreifen und diese in ein attraktives Speisenangebot umsetzen. Ob Bio, vegetarisch, leicht und wellnessorientiert oder auch ganz klassisch, hier wird jeder Kunde fündig. Dabei zählt für das Unternehmen „Geschmack pur“, und dafür stellt man sein gesamtes Sortiment entsprechend um. Noch stärker als bisher schon arbeiten die Köche bei Apetito mit natürlichen Zutaten, Gewürzen und Kräutern. Konsequent nicht enthalten im gesamten Sortiment sind Geschmacksverstärker, Hefeextrakte und Würzen, Farbstoffe sowie künstliche und naturidentische Aromen. Erstklassige Zutaten mit garantierter Frische kommen bei der Zubereitung der Speisen zum Einsatz.

Engagement, das sich auszahlt
Nachhaltigkeit wird im gesamten Tun des Familienunternehmens groß geschrieben. Da verwundert es nicht, dass Apetito bereits zwei Mal unter den Top 3 beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis zu finden war. Engagement und Verantwortungsbewusstsein werden auch innerhalb des Unternehmens hochgehalten. 2015 schaffte es die Apetito AG bereits zum zweiten Mal unter die Top 100 im Ranking „Deutschlands beste Arbeitgeber“ in der Kategorie „Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeiter“. Ein Engagement, das sich auch positiv in einer überdurchschnittlichen Betriebszugehörigkeit der Beschäftigten niederschlägt. Verantwortung wird also sowohl innerbetrieblich als auch nach außen, den eigenen Kunden gegenüber, wahrgenommen. Etwa durch eine vielfältige Unterstützung der Verantwortlichen in der Schul- bzw Kita- Verpflegung. Zum Beispiel wird die Ernährungsberatung, die das Unternehmen anbietet, gerne und regelmäßig genutzt. Dies ist etwa beim Thema Allergien und anderen Unverträglichkeiten oftmals der Fall. Auch für das Thema „religiöse Speisegebote“ ist man gut gerüstet. Hier hat Apetito eine Halal-Linie im Programm. Für alle Kinder mit entsprechendem Hintergrund und deren Eltern gibt diese eine durch einen Imam zertifizierte Garantie, dass die angebotenen Speisen den Vorschriften des Islam entsprechen.

Das kindgerechte Buffet
Das Engagement von Apetito im Bereich Kitas und Schulen geht aber noch weiter. So zum Beispiel über die Speisenausgabe in Buffetform in der Grundschule. Hier wurde ein Buffet in kindgerechter Größe entwickelt, wo sich die Kinder an diesem ihre Speisen selbst zusammenstellen können. Ein echtes Restaurant für Kinder sozusagen. Auch in Kitas wurde diese Idee schon erfolgreich umgesetzt. Und sie kommt hervorragend an. Die Kinder greifen selbst zu und tun dies sogar entsprechend ihrem tatsächlichen Hunger. Wer will, kann sich auch gerne zweimal am Buffet bedienen. Durch die Selbstbedienung haben die Kinder außerdem die Möglichkeit, ihnen ansonsten nicht bekannte Produkte einmal zu probieren. Da greift man sich einfach mal ein Stück vom unbekannten Gemüse und schaut ob es schmeckt. Das tun die Kinder gern. Und so manch ein Kind lässt sich dann zum Beispiel vom gesunden Brokkoli oder Kohlrabi überzeugen. Apropos unbekanntes Gemüse: Bereits im zweiten Jahr hat Apetito 2017 im Bereich der Kita-Verpflegung sein Aktionskonzept „Sprösslinge“ durchgeführt. Dabei haben interessierte Kitas die Chance, eine von 100 Gartenboxen zu gewinnen. Darin sind unter anderem verschiedene Samen enthalten, die gemeinsam im Kindergarten eingesät, aufgezogen, geerntet und schließlich verzehrt werden sollen. Eine tolle Sache, die gerade bei Einrichtungen im innerstädtischen Bereich sehr gut ankommt. So macht das Kennenlernen von Tomate, Gurke und Co. richtig Spaß. Bei Apetito sieht man sich in der Verantwortung, den Kindern nicht nur gutes Essen zu liefern, sondern noch ein gutes Stück mehr zu tun: das Interesse für das Thema Lebensmittel und Essen zu wecken und dadurch künftig auch junge Leute für dieses Thema zu begeistern.

Veggie-Power
Vom Thema Gemüse und „Sprösslinge“ ist es nur ein kleiner Schritt zum vegetarischen Menüangebot von Apetito. Unter dem Namen „Veggie- Power“ gibt es ein interessantes Angebot an vegetarischen Speisen, bei denen nicht nur Vegetarier gerne zugreifen. Eine fleischfreie Alternative, die gleichermaßen in der Schulmensa gut ankommt wie auch im Betriebscasino. Dabei kommt durchaus in den Rezepturen auch das inzwischen überall sehr gefragte Superfood vor. Quinoa und Maulbeeren sind nur zwei Beispiele dafür. Aber auch die heiß geliebte Currywurst gibt es inzwischen in einer schmackhaften vegetarischen Variante. Gerade etwas exotischere Rezepturen kommen im vegetarischen Bereich sehr gut an. 2015 und 2016 wurden jeweils 12 Gerichte in die vegetarische Schiene neu aufgenommen.

Offenheit für ein gutes Gefühl
Ethik und Nachhaltigkeit sind feste Bestandteile der Firmenphilosophie des Familienunternehmens Apetito. Das wird immer wieder deutlich, wie einige der zuvor genannten Beispiele zeigen. Es ist kein Wunder, dass man beim Einkauf seiner Zutaten natürlich auch immer Ökologie und Nachhaltigkeit im Fokus hat. So kommen zum Beispiel immer mehr Speisen mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft und Fisch aus nachhaltigem Fischfang zum Einsatz und viele Fleischprodukte besitzen einen besonderen Herkunftsnachweis. Außerdem ist Apetito als Mitglied beim Verein „United against Waste“ engagiert, der sich aktiv für eine Verringerung der Lebensmittelverschwendung stark macht. Ein solch interessantes Angebot, wie es Apetito präsentiert, gepaart mit überdurchschnittlichem Engagement, zahlt sich natürlich auch aus. Da ist es nicht verwunderlich, dass man mit seinen Produktionskapazitäten mittlerweile am Limit ist. Gerade entsteht in Rheine ein neues Tiefkühllager und auch die Küche erfährt eine umfangreiche Erweiterung. Eine hohe Investition in eine erfolgversprechende Zukunft und in den Firmenstammsitz Rheine. Dass man sich bei Apetito nicht auf dem bisher Erreichten ausruht, zeigt noch eine andere beeindruckende Zahl: Im Jahr 2016 investierte das Unternehmen 4,4 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Der sichere Grundpfeiler für eine erfolgreiche Marktpolitikauch in der Zukunft. Zum Abschluss noch ein weiterer Punkt, der für dauerhaften Erfolg sicherlich mitbestimmend ist. Apetito lebt Transparenz seinen Kunden und der Öffentlichkeit gegenüber. Hier wird gezeigt, was man tut, wie man es tut und woher man seine Rohprodukte bezieht. Es ist diese Offenheit, die das positive Gesamtbild letztendlich abrundet und ein gutes Gefühl hinterlässt.

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