Jahrestagung des Berufsverbandes Hauswirtschaft 2018

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Das Thema der 46. Jahrestagung des Berufsverbandes Hauswirtschaft vom 23. bis 24. April 2018 in Rösrath bei Köln lautete „Kompetenz – Konkurrenz – Kooperation“.

Bild: Berufsverband Hauswirtschaft

130 Verantwortliche aus der Hauswirtschaft kamen in den Genuss von zahlreichen Präsentationen und Vorträgen, die den Horizont erweitern, fit für den Arbeitsalltag machen, Führungskompetenzen stärken oder neue Beschäftigungsfelder aufzeigen.

Wichtige Bedeutung der Hauswirtschaft

Hauswirtschaft ist zukunftsfähig, Hauswirtschaft wird gebraucht und Hauswirtschaft hat die Kompetenz, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Mehr denn je wird es die Aufgabe der Hauswirtschaft sein, sich in die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen einzumischen.

Das Netzwerk „Deutscher Hauswirtschaftsrat“ existiert seit einem Jahr. Der Lobbyorganisation gelang es durch das gemeinsame Wirken der Verbände viel für die Hauswirtschaft zu erreichen. Der Berufsverband Hauswirtschaft ist aktives Mitglied.

Netzwerke seien nicht dafür gemacht Einzelinteressen in den Vordergrund zu stellen, sondern mit einer Vielzahl von Gleichgesinnten vertrauensvoll in einen guten Austausch zu treten und gemeinsam von diesem Austausch zu profitieren, sagt M. Christine Klöber, selbstständige Unternehmensberaterin. Die 70-20-10-Regel sollte dabei als Leitlinie gelten; das heißt 70 Prozent der Zeit nutzen, um anderen zu helfen, 20 Prozent, um sich selbst zu präsentieren und 10 Prozent der Zeit, um andere um Hilfe zu bitten. Sind sich die Teilnehmenden in ihren Zielen im Netzwerk einig, ergebe sich das Nehmen von selbst  davon ist die Referentin überzeugt.

Auf der Jahrestagung präsentierte sich der Berufsverband selbst als starkes Netzwerk. Mithilfe von Workshops arbeitete man daran, dieses Netzwerk noch enger zu knüpfen. Für Mitglieder soll es transparent und nutzbar gemacht werden.

„Da muss frischer Wind rein“

Was braucht die Hauswirtschaft, damit das Berufsfeld auch in Zukunft noch als wichtig wahrgenommen wird? Diese Frage versuchte Dr. Alexandra Brutzer, Diplom-Pädagogin am Institut für Erziehungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, in einem Vortrag zu beantworten. Das Thema ist aktueller denn je, da demnächst das Neuordnungsverfahren startet.

„Sie müssen dranbleiben, in die aktuellen bildungspolitischen Themen einsteigen und immer wieder betonen, dass es ohne Hauswirtschaft nicht geht“, so Brutzer. Herausforderungen wie Digitalisierung oder demografischer Wandel müsse man bei einer eventuellen Neuordnung des Ausbildungsberufes berücksichtigen, damit zukünftige Führungskräfte für den Beruf fit gemacht werden.

„Der Beruf ist gut, aber die Wahrnehmung des Berufes ist falsch“, sagte eine angehende Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin (HBL). Die Themen Digitalisierung, neue Ernährungsformen sowie Vielfalt müssten nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch bei den Bewohnern, Kunden und Gästen in den Vordergrund rücken.

Vorträge, Kurzfassungen und Bilder der Tagung sind auf der Homepage des Berufsverbandes Hauswirtschaft abrufbar.