Grünes Band: Energieeffiziente Milchverarbeitung

frischli Milchwerke senken konsequent Stromverbrauch

Kaja Schnell und Jörg Göcke bei der Preisverleihung (Foto: Huss-Medien/Frank Eppler)
Mit dem Grünen Band 2016 in der Kategorie Klima wurden die frischli Milchwerke ausgezeichnet. Dem Unternehmen ist es gelungen, seit 2007 den Stromverbrauch sukzessive um 11 Prozent auf 42,46 Kilowattstunden pro Tonne Milchverarbeitung zu senken.
 
"Der Gewinn des Grünen Bandes bedeutet für uns Anerkennung für ein Herzensprojekt. Das Thema Nachhaltigkeit gehört für uns als traditionelles Familienunternehmen ganz selbstverständlich zur Unternehmenskultur. Stetig gibt es bei uns neue Projekte, die die Nachhaltigkeit fördern, z. B. zur nachhaltigen Milchproduktion oder zur ressourcenschonenden Produktion und Logistik. Wenn dieses Engagement dann auch noch ausgezeichnet wird, ist dies für uns natürlich eine tolle Bestätigung", freut sich Kaja Schnell, Marketing-Managerin Foodservice, frischli Milchwerke.

Nachhaltigkeit als Selbstverständnis

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei frischli nicht neu. Kaja Schnell berichtet: "Bereits seit vier Jahren geben wir einen Nachhaltigkeitsbericht heraus, in dem wir alle Projekte und Anstrengungen transparent vorstellen. Ein sparsamer Umgang mit allen Ressourcen gehört zum Selbstverständnis von frischli. Diese Sparsamkeit ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensstrategie, dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtet fühlen."
 
Rückendeckung bekommt das Unternehmen von vielen Seiten, berichtet Kaja Schnell: "Bei uns sind alle – von den Mitarbeitern im Werk über die Milcherzeuger und Partner bis hin zu den Kunden – an einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung beteiligt, und wir freuen uns über diese rege Unterstützung."

Sparmaßnahmen erfordern Investitionen

Die effizientere Energieausnutzung erreichte das Unternehmen unter anderem durch die Einrichtung zahlreicher Messstellen. Diese spürten Verluste im Produktionsprozess auf. Außerdem investierte frischli in eine Reihe von Maßnahmen. Beispielsweise wurden 750.000 Euro für die energieoptimierte Ultrahoch-Erhitzung und 670.000 Euro für die Energieoptimierung der Rohmilchvorbehandlung in Rehburg-Loccum eingesetzt.
 
Für 520.000 Euro wurde die Kälteerzeugung erneuert und optimiert. 400.000 Euro flossen in die effizientere Drucklufterzeugung an den Standorten Rehburg-Loccum und Eggenfelden. In eine energieoptimierte Klima- und Lüftungstechnik für die Standorte Weißenfels und Eggenfelden wurden weitere 120.000 Euro investiert.
 
Um den Klimawandel zu bremsen, wurde auch eine Regelung bzw. Rückführung von Homogenisator-Kühlwasser in Rehburg-Loccum installiert. Sie bewirkt eine Wassereinsparung von bis zu 30.000 Kubikmetern pro Jahr. In Eggenfelden wurden regelmäßige externe Analysen eingeführt, die der Optimierung des Wasserverbrauchs dienen.
 
Im Werk Weißenfels implementierte das Unternehmen eine Energiedatenerfassung, um die Einsparpotenziale zu identifizieren. Künftig soll zudem der Dieselverbrauch der Auslieferungsfahrzeuge am Standort reduziert werden. Angestrebt ist eine Verringerung um mindestens 1,5 Liter auf 100 Kilometer, was rund 10.000 Liter pro Jahr entsprechen würde.

Grünes Band beweist Wettbewerbsfähigkeit

Und so bestätigt die Auszeichnung, das frischli für die Zukunft bestens aufgestellt ist. "Und das wirkt sich natürlich auch auf unser Geschäft aus", betont Kaja Schnell.

Leidenschaft für Nachhaltigkeit

Auf die Preisverleihung schaut Katja Schnell gern zurück: "Bei der Verleihung des Grünen Bandes herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre. Das festliche Rahmenprogramm mit beeindruckenden Showacts war für uns ein super Erlebnis, an das wir gern zurückdenken. Es ist schön, zu sehen, wie viele Unternehmen dieses Thema ernst nehmen und dieselbe Leidenschaft dafür aufbringen wie wir."
 
 
v. l.: Werner Sowa (Jury-Mitglied), Kaja Schnell und Jörg Göcke von frischli, Birgit Lehmann (Chefredakteurin gastronomie & hotellerie) (Foto: Huss-Medien/Frank Eppler)
Und sie möchte andere Unternehmen zu einer Bewerbung für das Grüne Band motivieren:
 
"Investitionen, die die Nachhaltigkeit eines Unternehmens betreffen, sind immer lohnenswert und ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Eine Bewerbung beim Grünen Band setzt ein besonderes Engagement in Sachen Nachhaltigkeit voraus, und dies ist ein wichtiger Impuls auch an andere Unternehmen in der Branche."
 
 
 
 
 
Die Bewerbungsfrist für das "Grüne Band 2018" läuft noch bis zum 15. August 2017!
Wer kann sich bewerben? Welche Kategorien gibt es?
Alle Infos gibt es hier: http://www.gruenesband.de/bewerbung