Grünes Band: Mehr Transparenz für Kunden

Vandemoortele wurde 2016 für seine Bemühungen um die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln mit dem Grünen Band ausgezeichnet. Der Nachhaltigkeitspreis wird von den Fachzeitschriften GV-kompakt und gastronomie & hotellerie vergeben. Bewerben Sie sich! Preisträger berichten, was Ihnen der Preis gebracht hat.

(v. l.) Jury-Mitglied Gunnar Gust (General Manager, Ameron Hotel Abion Spreebogen Berlin), Nicole Schnelle (Communication Officer) und Robert Maaßen (Country Commercial Manager Deutschland/Österreich, Vandemoortele) und Chefredakteurin Kendra Reinhardt.

"In Zeiten, in denen auch für Unternehmen die Nachhaltigkeit wichtiger denn je ist und das Thema eine immer größere Rolle im Bewusstsein vieler Menschen spielt, ist der Nachhaltigkeitspreis, bei dem Vandemoortele im vergangenen Jahr in der Kategorie Fairtrade den 2. Platz belegte, eine Auszeichnung, die natürlich auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wir haben so die Möglichkeit, unseren Kunden eine gewisse Transparenz zu bieten. Denn beim Thema Nachhaltigkeit geht es nicht um große Worte und Versprechungen, sondern auch um Taten", so Nicole Schnelle, Communication Officer, die den Preis entgegennahm.

Zur Kultur des Familienunternehmens Vandemoortele gehört es, als sozial verantwortungsvoll handelndes Unternehmen zu agieren. So wird nicht nur der produktionstechnische Fortschritt gefördert, sondern auch ein gesellschaftlich-verantwortungsvoller Weg beschritten. Deshalb engagiert man sich unter anderem im Bereich Fairtrade.

Kinder vor Werbeversprechen schützen

Das Unternehmen unterzeichnete auch die Belgische Verpflichtung, einen Codex der belgischen Lebensmittelindustrie. Mit dieser von der Industrie (Fevia, Comeos und UBA) angeführten Initiative kommen die beteiligten Unternehmen überein, ihre Werbung nicht länger an Kinder zu richten, die jünger als zwölf Jahre sind. Ausnahmen gibt es nur bei Produkten mit spezifischen nährwerttechnischen Eigenschaften.

Ausschließlich zertifizierter Kakao

Vandemoortele hat auch die Arbeitsbedingungen in der Versorgungskette im Blick. So ist der TK-Hersteller seit Oktober 2013 Mitglied von UTZ-Certified für Kakao und verwendet ihn in sämtlichen Produkten. Damit reagierte das Unternehmen auf Kunden, die mehr Transparenz bei den Arbeitsbedingungen im Kakaogeschäft fordern. So dürfen u. a. auf den UTZ-Kakao-Plantagen keine Kinder unter 15 Jahren beschäftigt werden. Für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren ist der Einsatz bei gefährlichen oder gesundheitsschädlichen Tätigkeiten nicht gestattet. 

Darüber hinaus liefert Vandemoortele nachhaltig angebauten Kakao gemäß dem Mass-Balance. Der sogenannte Mengenausgleich bedeutet, dass nicht mehr Produkte mit dem Fairtrade-Siegel verkauft werden, als Rohwaren im Ursprung eingekauft wurden.

Tierschut​z für gute Produkte

Auch im Bereich Tiergesundheit und Tierschutz geht das Unternehmen neue Wege. Der Geschäftsbereich Backwaren verwendet viele Bestandteile, bei denen der Tierschutz eine Rolle spielt. Butter ist beispielsweise die zweitwichtigste Zutat. Auf Kundenwunsch liefert Vandemoortele schon heute Eier aus Bodenhaltung, Freilandeier und Label-Rouge-Eier. Das Familienunternehmen ist nach Label Rouge und Kat zertifiziert. Der 1995 gegründete Verein Kat ist heute die Kontrollinstanz für die Herkunftssicherung und Rückverfolgung von Eiern aus alternativen Hennenhaltungssystemen in Deutschland und den benachbarten EU-Ländern.

Aufgrund all dieser Bemühungen wurde Vandemoortele 2016 für das Grüne Band nominiert. Die Leser erkannten die Leistungen des Unternehmens mit ihrem Voting für den zweiten Preisträger in der Kategorie „Fairtrade“ an.

Nicole Schnelle sagt dazu: "Das Thema Nachhaltigkeit spielt für uns schon seit vielen Jahren eine sehr große Rolle. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie fokussiert sich auf vier Säulen: verantwortungsvolle Beschaffung, öko-effiziente Produktion, Engagement für die Menschen und vertrauenswürdige Produkte. Sie umfasst damit alle Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffbeschaffung über die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter bis hin zu den sich wandelnden Konsumentenerwartungen. Wir freuen uns natürlich sehr, dass unsere Bemühungen, einen Beitrag für die nachhaltige Umwelt zu leisten, mit einem Nachhaltigkeitspreis honoriert wurde. Es bestärkt uns, auch weiterhin diesen Weg zu gehen."

Motivation für die Kollegen

Neben einer positiven Außenwirkung hat der Preis auch Einfluss auf die Belegschaft. Denn es macht stolz, für ein Unternehmen zu arbeiten, dass sich nicht nur um die Bilanzen kümmert. Bei der Bewerbung wirkten nicht nur die deutschen Kollegen, sondern maßgeblich auch An Saveyn aus Belgien mit. Sie ist als Sustainability Managerin für die Nachhaltigkeit im Unternehmen verantwortlich.

Die Preisverleihung hat Nicole Schnelle sehr positiv in Erinnerung: "Es war eine hervorragend organisierte Veranstaltung mit vielen Highlights und locker inszenierten Preisträger-Laudationen, bei der aber auch der Austausch mit anderen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche nicht zu kurz kam. Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn wir als Unternehmen auch 2018 bei der Preisverleihung des Grünen Bands dabei wären."

Für Bewerber in diesem Jahr hat sie folgenden Tipp: "Fokussieren Sie sich auf die Kategorien, bei denen Sie wirklich etwas zu sagen und bereits viel umgesetzt haben. Zeigen Sie, dass Sie stolz sind, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet zu haben oder noch leisten. Dann sind Sie als Unternehmen auch für die Jury sehr authentisch und transparent."

Die Bewerbungsfrist für das "Grüne Band 2018" läuft noch bis zum 15. August 2017. Bewerben Sie sich jetzt!

Wer kann sich bewerben? Welche Kategorien gibt es? Alle Infos gibt es hier: http://www.gruenesband.de/bewerbung